Öffnet in einem neuen Tab

Nachteule, Jugendgemeinderat, Erbschaft.

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Die drei Kandidierenden der Bürgermeisterwahl für Ettenheim stellten sich den Fragen der wahlberechtigten Schüler:innen

Wenige Tage vor der Bürgermeisterwahl in Ettenheim hatten die wahlberechtigten Schüler der St. Landolin Schule die Möglichkeit, die Kandidatin und die beiden Kandidaten sowie deren Ideen und Visionen noch einmal besser kennenzulernen. Carina Kratt, Dominik Eble und Alexander Ruchti stellten sich den Fragen der knapp 200 Zuhörenden.

Die Schülerinnen Tamina Hüttl, Mara Klemenz und Lara Winterer wollten zunächst von den Kandidat:innen wissen, was diese bevorzugen: Papierkalender oder Smartphone? Urlaub in den Bergen oder am Meer? Freibad oder Heubergturm? Frühaufsteher oder Nachteule? Bereits hier wurde deutlich, dass sich Carina Kratt, Dominik Eble und Alexander Ruchti in der Veranstaltung klar positionieren mussten.

Mehrheit für Jugendgemeinderat, Einigkeit bei Busverbindungen

Vorbereitet von ihrer Gemeinschaftskunde-Lehrerin Anne Kunzweiler, wollten die drei Moderatorinnen zunächst von ihren Mitschüler:innen und anschließend von den Kandidierenden wissen, ob sie die Einrichtung eines Jugendgemeinderates befürworten. Bei diesem Thema herrschte Einigkeit: Die Mehrheit der Schüler:innen sowie alle drei Kandidierenden sprachen sich dafür aus.

Ein anderes Bild zeigte sich bei der Frage, ob der motorisierte Verkehr in der Ettenheimer Innenstadt eingeschränkt werden sollte. Während Alexander Ruchti für Einschränkungen plädierte und Carina Kratt sowie Dominik Eble beispielsweise eine temporäre Fußgängerzone befürworteten, sprach sich die Mehrheit der Schüler dagegen aus.

In der Wahlentscheidung bestärkt

Über weitere Fragen kamen die Schüler:innen schließlich zu einem für sie besonders wichtigen Punkt: Wie stellen sich die Kandidierenden die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Emmendingen im Hinblick auf die Busverbindungen vor? Mit den Antworten zeigten sich die Zuhörenden zufrieden. Eine langfristige Lösung in dieser Frage genießt bei allen drei Kandidierenden hohe Priorität.

Die teilweise ähnlichen Positionen der Kandidat:innen fielen einem Großteil der wahlberechtigten Schüler:innen auf. Viele fühlten sich durch die Veranstaltung in ihrer Wahlentscheidung bestärkt. Nur ein kleiner Teil änderte seine Meinung oder war auch danach noch unsicher, wen sie wählen möchten.

Eine Frage und die unterschiedlichen Antworten darauf blieben den Schüler:innen besonders eindrücklich in Erinnerung: Was würden die Kandidierenden tun, wenn die Stadt überraschend 2,1 Millionen Euro erben würde?

Hier zeigten sich deutliche Unterschiede: Carina Kratt würde das Geld dort einsetzen, wo es gebraucht wird. Dominik Eble würde es für etwas einsetzen, das bewusst neue Impulse setzt. Alexander Ruchti würde das Geld konkret für den Bau der neuen städtischen Sporthalle verwenden.

Damit bot die Veranstaltung den Schüler:innen nicht nur die Möglichkeit, die drei Kandidierenden persönlich kennenzulernen, sondern auch, ihre unterschiedlichen Positionen zu wichtigen Themen der Stadtpolitik zu vergleichen. Eine gute Grundlage, um sich vor der Wahl eine eigene Meinung zu bilden.

Text und Fotos: Annette Kollefrath-Persch