Aufführung der Theater-AG
Die Partyraum-Crew der St. Landolin Schule öffnete an zwei Abenden einen lyrischen Reisekoffer und begeisterte die Gäste mit ihrem darstellerischen Können.
Die 20 Schülerinnen und Schüler der Theater-AG unter der Leitung von Sandrine Remmeau und Daniel Kurz luden ein, sich voller Neugier und Sehnsucht auf eine Reise zu begeben und sowohl die ferne wie auch die unmittelbar eigene Welt zu betrachten.
Mal heiter, mal nachdenklich wurde eine Vielzahl von Gedichten bekannter Autorinnen und Autoren, wie auch eigen verfasste Kompositionen oder Lieder und Werbetexte in eine je eigene Geschichte verwandelt und inszeniert.
Hier galt es vor allem, sich einzufühlen und durch Mimik, Gestik, Choreographie und ausdrucksstarkes Rezitieren das Thema „Reisen“ zu beleuchten und in seinen verschiedensten Facetten erlebbar zu machen.
Die Vielschichtigkeit der Thematik spiegelt sich in der Auswahl der Texte wie beispielsweise Eichendorffs „Sehnsucht“, Wilhelm Buschs „Reisegedanken“, Brechts „Radwechsel“ oder Songs von Udo Jürgens, Reinhard May und den Wise Guys.
Strandurlaub, Luftveränderung, Bildung, Freiheit, aber ganz besonders die Sehnsucht nach neuen Orten und dem eigenen inneren Fühlen und Erfahren werden von den Schauspielerinnen und Schauspielern in kurzen Sequenzen inszeniert und bekommen dabei ihre eigene Deutung.
Reisen verändere den eigenen Horizont, das eigene innere Spektrum, den Blick auf das Leben, so die Botschaft.
Die Darstellenden zeigten ihre Begeisterung am Spiel mit lyrischer Sprache und machten die Tiefe der Texte, deren Energie und Dynamik erfahrbar und begeisterten das Publikum. Es wurde gelacht, gestaunt, aber auch nachdenklich innegehalten.
Ein Potpourri aus verschiedenen kurzen Szenen zum Ende mündete schließlich in die Aufforderung: „Lasst uns neue Welten entdecken“.
Dem stimmte das Publikum gerne zu und belohnte die Darstellerinnen und Darsteller mit einem großen und anhaltenden Applaus.
Sandrine Remmeau und Daniel Kurz bedankten sich im Anschluss bei ihrer wunderbaren Crew, die sich auf dieses Lyrikprojekt eingelassen und eine beeindruckende Version dargeboten hat.
Einziger Wermutstropfen war, dass einige Schülerinnen und Schüler nun aus der Theater-AG verabschiedet werden mussten, da sie nach ihren Abschlussprüfungen die Schule verlassen. Dies sei umso schmerzlicher, zumal die Gruppe sich fast wie eine Familie anfühle.
Ein besonderer Dank der Schulleitung galt allen Schülerinnen und Schülern sowie ganz besonders den beiden Lehrkräften für deren Inspiration, Geduld und Freude.
In Anlehnung an James Krüss‘ Reisepudel Archibald bleibt zu sagen: Und wenn ich mich nicht irre, war das exzellent!
Fotos: Jens Müller
Text: Silvia Löwer-Spitz









