163 Abiturient:innen feiern den Abschluss ihrer Schulzeit
In einem Dankgottesdienst feierten die Abiturient:innen mit ihren Familien das Ende ihrer gemeinsamen Schulzeit. Gestaltet wurde dieser vom Religions-Leistungskurs und der Tauband unter der Leitung von Daniel Gaschick. Ganz im Sinne des Mottos „ABBI – The Winner Takes It All“ standen dabei nicht die Schulnoten im Mittelpunkt, sondern die musikalischen Noten von ABBA. Die Liedtexte der Popgruppe regten dazu an, über Erfolg, Niederlagen und die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachzudenken.
Die anschließende Feier griff das Motto des Abiturjahrgangs weiter auf. Die Abiband eröffnete den Abend mit dem ABBA-Klassiker „The Winner Takes It All“, weitere Musikbeiträge umrahmten den weiteren Abend. Moderator:innen aus dem Abiturjahrgang begleiteten dabei durch das abwechslungsreiche Programm.
Schulleiter Stefan Kohnert hieß zu Beginn die Gäste willkommen und beglückwünschte die Abiturient:innen zu ihrem Erfolg. Zwar dürfe sich seiner Meinung nach an diesem Abend jede und jeder als Gewinner fühlen, doch sei „The Winner Takes It All“ bei genauer Betrachtung kein klassisches Siegeslied. Vielmehr stelle sich die Frage, was eigentlich bleibe, wenn jemand alles gewonnen habe. Kohnert stellte dabei einen Bezug zu den Noten her, die die Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit begleitet hätten. Noten seien wichtig, aber längst nicht alles.
Wirklich wertvoll seien andere Dinge wie Freundschaft, Liebe, Respekt, Vertrauen und Gottes Segen. Diese könne man nicht gewinnen oder gar besitzen. Sie würden vielmehr geschenkt und verwirklichen sich dort, wo Menschen sich einander zuwenden. Angesichts einer Gesellschaft, die häufig Erfolg und Leistung in den Mittelpunkt stelle, brauche es Menschen mit Haltung. Deshalb solle die Frage im Leben nicht nur lauten, was einem persönlich nütze, sondern auch, wofür man stehe. Sein Wunsch für die Absolvent:innen: Sie mögen zu Menschen werden, denen andere vertrauen können.
Auch die Vertreter:innen des Abiturjahrgangs selbst blickten auf die vergangenen Schuljahre zurück. Sie erinnerten an Klassenfahrten, unzählige Klassenarbeiten und Prüfungen, aber auch an die besonderen Herausforderungen der Pandemiezeit mit Fernunterricht und eingeschränktem Schulleben. Gerade diese Erfahrungen hätten den Jahrgang geprägt und zusammengeschweißt. In ihren Dankesworten würdigten sie die Unterstützung durch Eltern, Lehrkräfte sowie alle weiteren am Schulleben Beteiligten. In der Schülerrede wurde deutlich, was den Jahrgang auszeichnete. Hindernisse seien gemeinsam überwunden, Verantwortung übernommen und Freundschaften gepflegt worden. Die Redner:innen betonten, dass man sich später nicht an einzelne Noten erinnere, wohl aber an die Menschen, die einen auf dem Weg begleitet haben.
Mit etwas Wehmut ließ der Elternvertreter des Jahrgangs die unterschiedlichen Stationen in der Schulzeit der jungen Erwachsenen noch einmal Revue passieren. Er erinnerte dabei an die vielen Jahre der Begleitung, an Erfolge und Herausforderungen und zeigte sich stolz auf den nun erreichten Abschluss. Gleichzeitig richtete er seinen Appell an die Abiturient:innen. Die Welt stehe vor großen Problemen, und sie seien nun gefordert, mit dem erworbenen Rüstzeug an deren Lösungen mitzuwirken.
Die Glückwünsche der Stadt Ettenheim überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Mösch, der insbesondere die Leistungen der Jahrgangsbesten würdigte. Sein Rat an die jungen Erwachsenen lautete: „Verliert nie den Funkkontakt zu euren Herzen.“ Für den Freundeskreis gratulierte Daniel Kurz und verlieh Landolinsanerkennungen sowie den Landolinspreis an Schüler:innen, die in vielfältiger Weise das Schulleben durch ihr ganz besonderes Engagement bereichert haben.
Als eigentlicher Höhepunkt des Abends folgte die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse, wobei jeder einzelne die Bühne betrat und sein Zeugnis zusammen mit den Glückwünschen der Schulleitung entgegennehmen durfte. Die folgende Präsentation des Abifilms sowie des traditionellen Abitanzes zeigte Kreativität und Können, aber vor allem Freude am gemeinsamen Gestalten und bildete einen stimmungsvollen Abschluss des Programms.
Die Abiturfeier wurde zu einem gelungenen Abend voller Musik, Erinnerungen, Dankbarkeit und nicht zuletzt auch Zukunftszuversicht. Das Motto „ABBI – The Winner Takes It All“ erhielt dabei eine besondere Tiefe: Am Ende sind es nicht die Noten oder die Erfolge allein, die zählen, sondern die Menschen, die einen begleiten, die Werte, für die man einsteht, und die Spuren, die man im Leben anderer hinterlässt.
Von dieser Haltung getragen feierten alle zusammen und blickten auf eine geglückte Zeit.
Text: Silvia Loewer-Spitz
Bilder: Oliver Wernert






